Fabelwaren

Wie wir messen und wo die Grenzen sind

Diese Seite ist unser Versprechen in Langform: Wir sagen dir genau, worauf dein Ergebnis beruht, auch das, was Testanbieter sonst lieber weglassen.

Was der Test misst

Wir messen die „Big Five“, das in der Persönlichkeitsforschung am besten untersuchte Modell: Emotionale Sensibilität (Neurotizismus), Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit, jeweils mit sechs Facetten. Persönlichkeit ist dabei immer ein Kontinuum: Es gibt keine „Typen“ und keine Schubladen. Jeder Wert ist ein Punkt auf einer Skala, kein Etikett.

Bewusst NICHT im Angebot: Typen-Tests im Stil von „16 Persönlichkeiten“. Sie lesen sich schön, aber die Typen-Einteilung ist wissenschaftlich nicht haltbar. Dieselbe Person landet beim Wiederholen oft in einer anderen Schublade.

Woher die Fragen kommen

Die 60 Fragen sind das IPIP-NEO-60 (Maples-Keller u. a., 2019, Journal of Personality Assessment), eine per Item-Response-Theorie ausgewählte Kurzform aus dem International Personality Item Pool. Die Items sind gemeinfrei und wissenschaftlich validiert; die deutsche Fassung wurde bedeutungsäquivalent übersetzt und per Rückübersetzung gegengeprüft. Interne Konsistenz der fünf Dimensionen in der Validierungsstudie: α = .75–.79. Das ist solide für eine 60-Fragen-Kurzform; längere Verfahren (120+ Fragen) messen feiner, dauern aber ein Mehrfaches.

Womit du verglichen wirst

Deine Prozentränge beziehen sich auf eine offene Forschungsstichprobe von 231 953 Personen (englischsprachig, international, erhoben 2001–2011, Durchschnittsalter ~26). Wir haben diese Normen selbst aus den öffentlichen Rohdaten berechnet und die Berechnung gegen publizierte Kennwerte validiert. Ehrlicherweise heißt das auch: Die Vergleichsgruppe ist jünger und englischsprachiger als du vielleicht. Sobald genügend Ergebnisse in deiner Sprache vorliegen (ab ~1.000), stellen wir auf sprachspezifische Normen um und schreiben das dann auch hier hin.

Wie genau das Ganze ist

  • Prozentränge zeigen wir nur von 1 bis 99; „besser als 100 %“ gibt es in ehrlicher Statistik nicht.
  • Die 30 Facetten beruhen auf je 2 Fragen. Das zeigt Tendenzen, ist aber bewusst KEINE Feinmessung. Deshalb steht dieser Hinweis auch direkt im Report.
  • Selbstauskunft misst dein Selbstbild. Tagesform, Stimmung und der Wunsch, sich von einer bestimmten Seite zu zeigen, verschieben Ergebnisse um einige Punkte. Beim Wiederholen sind Abweichungen normal.

Was dieser Test NICHT ist

Kein klinisches Instrument, keine Diagnose, keine Therapie-Grundlage. Nicht geeignet und nicht zugelassen für Personalauswahl, Beförderungsentscheidungen oder Zulassungsverfahren. Wenn dich Ergebnisse belasten oder du dich in schweren Phasen wiedererkennst: Das Gespräch mit einer Fachperson kann mehr als jeder Online-Test.

Das Geschäftsmodell, offen gesagt

Dein Ergebnis ist gratis und bleibt es. Geld verdienen wir ausschließlich mit dem ausführlichen Report (einmalig 2,99 €). Kein Abo, keine Datenweitergabe, keine Werbung. Wenn dir das Gratis-Ergebnis reicht, sind wir trotzdem froh, dass du da warst.